„Mit Gott durch schwere Zeiten… – Gedanken zur Botschaft des Kirchenjahres“ - Teil 12

Wir gehen schon seit vielen Monaten durch schwere Zeiten, die uns Tag für Tag herausfordern und auf die Probe stellen; auch in dem neuen Kirchenjahr. In einer Reihe von kurzen Texten und Bildern mit dem Titel „Mit Gott durch schwere Zeiten… – Gedanken zur Botschaft des Kirchenjahres“ begleitet uns Pfarrer Szilárd Wagner mit Anregungen für den Alltag zu den einzelnen Wochen vom Advent bis zum letzten Sonntag des Kirchenjahres. Sie sollen uns stärken, zum Nachdenken anregen und Gottes Gegenwart in unserem Leben spüren lassen. Viel Freude am Lesen und Nachdenken!

 
von Markuskirche

4. Sonntag vor der Passionszeit

 

Psalm 66,5.

„Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.“

 

Der Begriff „gottesfürchtiger Mensch“ klingt heute eher altmodisch. Viele denken tatsächlich, dass das Verhältnis zwischen Gott und dem Menschen durch Angst und Furcht bestimmt sein sollte. Auch uns ist dieser Gedanke nicht vollkommen fremd, denn wir machen manchmal die Erfahrung, dass wir über die Naturgewalten nicht Herr werden können. In vielen anderen, unerklärbaren Situationen ahnen wir die Gegenwart Gottes. Die Bibel berichtet über zahlreiche Wunder – z.B. über die Heilung von Menschen durch Jesus Christus –, wo die Anwesenden selbst behaupten, dass diese nur durch Gott geschehen konnten.

Diejenigen, die so etwas schon erlebt haben, kennen eines ganz genau: Ihren Platz in der Welt. Der Vers aus dem 66. Psalm ist nichts anderes, als eine Einladung, diesen für uns bestimmten Platz einzunehmen. Den Platz, wo wir in Sicherheit sind und nicht mehr leisten müssen, als wir können. Den zahlreichen Herausforderungen unseres Alltags können wir am besten dann gerecht werden, wenn uns keine Versuchung belastet, die uns von Gott geschenkten Rahmen in Frage zu stellen und dadurch womöglich den Halt zu verlieren.

Die Einladung des Psalmists ist uns auch deswegen wichtig, weil wir immer wieder die Bestätigung brauchen, dass es auch heute nicht anders ist als vor vielen Jahrtausenden: Auch heute ist es möglich, die Zeichen der Gegenwart Gottes um uns herum zu erkennen. Auch heute geschehen Heilungen, die keineswegs selbstverständlich sind, auch wir können sichere Schritte auf unserem Lebensweg tun, auch heute erreicht uns die Botschaft Gottes in vielen Gestalten, die uns weiterhilft.

Szilárd Wagner

 

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Foto: Twinlili @ pixelio.de

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